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BeitragThema: Häufige Fragen und Antworten   Do Jun 14, 2007 11:45 am

Häufige Fragen und Antworten
Welche Risikofaktoren für einen Typ-2-Diabetes gibt es?


Ein wichtiger Risikofaktor für Diabetes ist die erbliche Veranlagung. Wenn ein Verwandter ersten Grades von Ihnen an Diabetes erkrank ist, besitzen sie ein erhöhtes Diabetes-Risiko. Der eigentliche Auslöser der Krankheit ist aber unser Lebensstil. Bewegungsmangel und Übergewicht sind wesentliche Faktoren, die zum Ausbruch vom Diabetes führen. Zählen Sie zu der Risikogruppe, testen Sie vorsorglich Ihren Blutzucker halb- bis einjährig um den Diabetes rechtzeitig zu erkennen. Auch das Rauchen sowie ein erhöhter Alkoholkonsum können das Diabetesrisiko steigern.


Welche speziellen Vorsorgeuntersuchungen sollten Diabetiker regelmäßig durchführen lassen?

Augen – Augenhintergrund spiegeln 1x im Jahr
Nieren – Mindestens 1x pro Jahr sollte die Nierenfunktion getestet, alle 3 Monate sollte der Urin auf Einweiß (Mikroalbumin) untersucht werden
Nerven – Mindestens 1x pro Jahr sollte die Nervenfunktion getestet werden
Füße – Regelmäßige Kontrolle der Füße durch den Hausarzt und eine tägliche eigene Fußpflege (waschen und eincremen, Hornhaut entfernen, Nagelpflege)
Blutgefäße – Mindestens 1x pro Jahr ist ein EKG erforderlich, Abtasten und Abhören der Schlagadern an den Beinen und am Hals. Regelmäßige Blutdruckkontrolle und Kontrolle der Fußpulse sind wichtig
Wie häufig sollte der Blutzucker gemessen werden?

Moderne Formen der Diabetestherapie ermöglichen Ihnen heute, dass Sie Ihr Leben mit Diabetes weitgehend frei gestalten können. Voraussetzung für diese gewonnene Freiheit ist die regelmäßige Blutzuckerselbstkontrolle. Entscheidend für ihre Blutzuckereinstellung ist aber, wie Sie sich im Alltag verhalten: es müssen Erfahrungen gesammelt werden wie Ihr Blutzucker auf körperliche Belastung, Ernährung und andere Alltagssituationen reagiert.

Die Blutzuckerselbstkontrolle ist daher nur sinnvoll, wenn aus den Messungen eigene Schlüsse und Konsequenzen für Ihre Therapie geschlossen werden. Die Fähigkeit Blutzuckerwerte zu interpretieren erlernen Sie in einer Schulung. Für Sie und den behandelten Arzt ist es daher sehr wichtig, dass Sie ihre Werte und die entsprechenden Besonderheiten genau aufschreiben.


Die Häufigkeit der Messung hängt von der Diabetestherapie ab:


Bei Behandlung mit blutzuckersenkenden Tabletten: OAD

empfohlene Häufigkeit: 3 x pro Woche
morgens nüchtern
ca. 2 Stunden nach einer Hauptmahlzeit
zusätzliches Tagesprofil: ca. 1 x pro Woche
Bei der Therapie mit blutzuckersenkenden Tabletten und einem lang wirksamen Insulin (B.O.T)

empfohlene Häufigkeit: 1 x täglich
morgens nüchtern
Bei Insulinbehandlung mit zweimaliger Insulingabe morgens und abends: CT

empfohlene Häufigkeit: täglich
vor jeder Insulininjektion
zusätzliche Messungen: sporadisch vor dem Mittagessen, vor dem
Schlafengehen, gelegentlich ca. 2 Stunden nach den
Hauptmahlzeiten und zur Überprüfung bei Korrekturen
Bei mehreren Insulininjektionen: ICT

empfohlene Häufigkeit: täglich
vor jeder Insulininjektion
zusätzliche Messungen: sporadisch ca. 2 Stunden nach den
Hauptmahlzeiten, einmal monatlich um 2 Uhr nachts und zur Überprüfung bei Korrekturen
Neben Ihrem Routine-Messplan lässt sich allgemein empfehlen:

Vor und während einer längeren Autofahrt
Bei vermehrter körperlicher Bewegung
Nach schwer einschätzbaren Mahlzeiten, nach Restaurantbesuchen
Bei Unterzuckerungsverdacht
Bei Krankheit
Im Urlaub
Nach ungewöhnlichen Vorkommnissen
Kommt es bei der Um- bzw. Einstellung auf Insulin zu einer Gewichtszunahme?

Es kann bei der Ein- bzw. Umstellung auf eine Insulintherapie zu einer Gewichtszunahme kommen, das ist aber nicht zwingend. Eine Gewichtszunahme ist nicht automatisch vom Insulin, sondern in erster Linie von der Kalorienaufnahme abhängig. In jedem Fall sollte auch unter einer Insulintherapie auf eine ausgewogene und fettreduzierte Ernährung geachtet werden.


Welche Formen der Insulintherapie stehen zur Verfügung?

Welche Form der Insulintherapie bei Typ-2-Diabetes die beste ist, richtet sich nach der individuellen Stoffwechsellage des Patienten, seinen Begleiterkrankungen, seinem Lebensstil, aber auch seiner persönlicher Motivation und Schulung. Man unterscheidet dabei verschiedene Behandlungsarten oder „Strategien der Insulintherapie“:


Kombination mit Insulin

Die Kombinationstherapie gilt als „Insulin-Einstiegstherapie“. Können Tabletten allein den Blutzuckerspiegel nicht mehr ausreichend senken, ist eine Kombination mit Insulin sinnvoll.

Basalunterstützte Orale Therapie (B.O.T): Bei der basalunterstützten oralen Therapie (B.O.T) erhalten Sie zusätzlich zu den blutzuckersenkenden Tabletten ein lang wirksames Insulin. Diese Therapie wird bevorzugt eingesetzt, wenn für eine bessere Blutzuckereinstellung und ein gesteigertes körperliches Wohlbefinden neben den Tabletten zusätzlich Insulin erforderlich wird. Das lang wirksame Insulin sorgt für einen gleichmäßigen Insulinspiegel und wirkt idealerweise über 24 Stunden. Die B.O.T ist einfach anzuwenden und kann von Ihnen leicht erlernt werden. Sie stellt einen leichten Einstieg in die Insulintherapie dar.


Reine Insulintherapie

Früher sollte sich der an Diabetes erkrankte Mensch der Therapie beugen, heute soll sich dagegen die Behandlung dem Lebensstil des einzelnen Patienten anpassen. Man unterscheidet daher zwei grundsätzliche Formen der reinen Insulintherapie: die konventionelle (CT) und die intensivierte Insulintherapie (ICT).

CT – einfach in der Handhabung

Dabei spritzen Sie sich zumeist zweimal täglich eine Mischung aus kurz und lang wirksamem Insulin (Normal- und Verzögerungsinsulin), das so genannte Mischinsulin. Die Nahrungsmenge, die Sie aufnehmen sollen, sowie die empfohlene sportliche Bewegung hängen bei dieser Therapie von einem festen Mahlzeitenschema und konstanten Injektionszeiten ab. Die CT ist einfach anzuwenden, führt aber zu einer strengen Reglementierung IhresTagesablaufs.

ICT – flexibler Tagesablauf

Bei der intensivierten konventionellen Therapie (ICT) spritzen Sie sich ein- bis dreimal täglich ein Verzögerungsinsulin. Zusätzlich erhalten Sie zu den Mahlzeiten ein schnell wirksames Insulin. Die Menge des Insulins und die Zeitpunkte der Injektionen können Sie selbst anpassen – je nach Mahlzeit und/oder körperlicher Tätigkeit. In einer Schulung erlernen Sie die Handhabung der ICT. Dadurch können Sie Ihren Tagesablauf sehr flexibel und individuell gestalten. Zwar ist durch mehrmalige tägliche Injektionen und Blutzuckerkontrollen die ICT mit einem höheren Zeitaufwand verbunden als die CT oder BOT; entscheidend aber ist, dass Sie mit dieser Therapie die körpereigene Insulinfreisetzung von Stoffwechselgesunden am besten nachahmen. Ihre Blutzuckerwerte können so optimal eingestellt und die Gefahr von Folgeschäden kann so weit wie möglich reduziert werden.


Diese Behandlungsart eignet sich vor allem für Typ-1-Diabetiker, hilft aber auch solchen vom Typ 2, ihr Leben flexibler zu gestalten. Sie müssen ihre Gewohnheiten kaum einschränken, müssen sich nicht an feste Essenszeiten halten, können fast alles essen und trinken und auf Zwischenmahlzeiten verzichten.


Wie erkenne ich eine Unterzuckerung (Hypoglykämie)?

Blutzuckerwerte unter 50mg/dl gelten als Unterzuckerung. Erste Anzeichen einer möglichen Unterzuckerung sind Nervosität, Kopfschmerzen, Schwindel- und Schwächegefühl, kalter Schweiß, Benommenheit. Auch andere Personen können erste Anzeichen einer Unterzuckerung bei Ihnen wahrnehmen. Dies sind Blässe, Gereiztheit, Gangunsicherheit und Zittern.


Was muss ich bei den ersten Anzeichen einer Unterzuckerung tun?

Sobald Sie die ersten Anzeichen einer Unterzuckerung wahrnehmen, sollten Sie in jedem Fall schnell wirkende Kohlenhydrate zu sich nehmen. Das können 4 bis 6 Täfelchen Traubenzucker, ein Glas gesüßter Fruchtsaft oder zuckerhaltige Getränke wie zum Beispiel Cola sein. Im An¬schluss sollten Sie in jedem Fall Ihren Blutzucker messen. Lag Ihr Blutzucker unter 40 mg/dl sollten Sie zusätzlich lang wirkende Kohlenhydrate wie Brot, Schokolade oder Müsli zu sich nehmen, um zu verhindern, dass Ihr Blutzucker in den nächsten Stunden wieder zu stark sinkt. Gelingt es Ihnen nicht, den Blutzucker in den Griff zu bekommen, sollten Sie in jedem Fall Ihren Arzt aufsuchen.
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